DGSA Blog

Willkommen auf dem Blog der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA).

Über die DGSA

Die Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) wurde im Jahre 1989 gegründet. Sie widmet sich der Förderung der Disziplin und Profession Sozialer Arbeit und entfaltet dafür eine Reihe von Aktivitäten in Forschung, Theorie und Lehre. Zur Webseite der DGSA.

Personen aus der DGSA sowie Gastautor*innen beschreiben, kommentieren, analysieren und erklären aktuelle Ereignisse aus der Perspektive der Sozialen Arbeit. Für den Inhalt sind die jeweiligen Autorinnen und Autoren verantwortlich.

Wir freuen uns über regen Austausch und Diskussionen!

  • Corona-Pandemie – Aufarbeitung nicht verhindern! Folgen für junge Zugewanderte nicht vergessen!

    Von Theresa Grüner, Bernhard Scholze und Prof. Dr. Nicole Pötter — Im März 2020 begannen die ersten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit Schulschließungen. Das ist nun viereinhalb Jahre her. Die letzten Corona-Schutzmaßnahmen liefen im April 2023 aus. Die seit dem Frühjahr von der Politik geführte Diskussion um eine Aufarbeitung der Corona-Pandemie zeigt, dass der Zeitpunkt für einen Blick zurück gekommen ist, bei dem vor allem Kinder und Jugendliche ins Zentrum gerückt werden müssen. Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und neu gewähltes Mitglied im Deutschen Ethikrat, Jutta Allmendinger, kritisiert in ihrem ZDF-Interview am 13. August, dass die sozialen…

    Weiterlesen

    5–8 Minuten
  • Bedeutung der sozialen Komposition der Nachbarschaft für die Soziale Arbeit.

    Von Dr. Hinrich Wildfang — Eine Betrachtung von Segregation und ein Ruf auf einen stärkeren Fokus auf die Strukturebene und die Analyse von möglichen Mechanismen. Die Soziale Arbeit ist eine Disziplin, die sich mit der Unterstützung und Verbesserung des Wohlergehens von Menschen und Gemeinschaften befasst und aktiv den Zusammenhalt der Gesellschaft befördern soll (IFSW 2014). Eine Schlüsselkomponente bei der Gestaltung effektiver Interventionsstrategien ist die Berücksichtigung von strukturellen Gegebenheiten, wie dies in vielerlei Form in Theorien und Konzepten der Sozialen Arbeit gefordert bzw. dargestellt wird (bspw. Grunwald et al. 2018; Böhnisch 2016). Das Individuum und die Gesellschaft sind hierbei als interdependent zu…

    Weiterlesen

    13–20 Minuten
  • Ist Social Media kaputt? Warum in meinen Augen eine Reparatur Sinn macht.

    Von Julia Kneuse — Letztens hörte ich einen Podcast mit dem durchaus polarisierenden Titel „Social Media ist tot“. Wenn man sich die Entwicklungen in der letzten Zeit anschaut, könnte man meinen, da ist was Wahres dran. Artikel zur Veränderung und dem Niedergang von Sozialen Medien gibt es zuhauf, zum Beispiel hier oder hier. Facebook ist längst keine Plattform mehr, über die man mit Freund*innen in Verbindung bleibt. Vielmehr erhält man über den Feed fast ausschließlich Infos und Werbung zu Produkten, man konsumiert „Content“. Inhalte auf Twitter sind seit die Plattform von Elon Musk gekauft und in X umbenannt wurde, kaum…

    Weiterlesen

    ,
    7–10 Minuten
  • Hochschule gestern, heute und morgen: Der Geist weht, wo er will?!

    Eine persönliche Einlassung — von Michael Domes. Jetzt doch auch einmal ein Beitrag von mir in diesem Format, in der Hoffnung, dass dieser Antworten aus der Community hervorruft – Antworten, die den Raum für weiteren Austausch öffnen, also eigentlich zu weiteren Fragen führen. Anlass ist der Beitrag von Matthias Weser in den aktuellen Widersprüchen Wissenschaft als eine reproduktive, kulturelle und politische Tätigkeit betreiben – Skizze einer De-Fragmentierung.[i] Dieser Beitrag hat bei mir etwas angerührt, beziehungsweise mich berührt, und das kommt bei Fachtexten leider nicht so häufig vor. Weser schließt seinen Beitrag mit einer Frage und zwar, „wie eine Wissenschaft institutionell…

    Weiterlesen

    7–10 Minuten
  • Fast im Knast! Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit nötiger denn je.

    Call for Cases für alle Arbeitsfelder veröffentlicht, das Bündnis Zeugnisverweigerungsrecht ruft zu Kontaktaufnahme auf — von Sarah Köhler. Oktober 2023, das Fußballmagazin Kicker titelt: „Fall der Sozialarbeiter hat Konsequenzen über den Fußball hinaus – Dammbruch in Karlsruhe: Wie drei Fanprojekt-Mitarbeiter fast im Gefängnis gelandet wären“ (zum Artikel auf Kicker.de). Und die Süddeutsche Zeitung schreibt: „Fan-Sozialarbeiter vor Gericht. Eine Frage des Vertrauens“ (zum Artikel auf Süddeutsche.de). Was war passiert? Fanprojekte sind eine besondere Form der Jugend(sozial)arbeit und arbeiten nach den §§ 11 und 13 SGB VIII. Kennzeichnend ist eine zielgruppenorientierte intensive Beziehungsarbeit mit den Fußball-Fanszenen, die auf Vertrauen beruht. Die Arbeit…

    Weiterlesen

    ,
    4–6 Minuten
  • Warum wir nicht auf das ‚Gendern mit Sonderzeichen‘ verzichten werden!

    Kommentar zur Ankündigung im Eckpunktepapier der Hessischen Koalition, den Verzicht auf Sonderzeichen in staatlichen und öffentlich-rechtlichen Institutionen verordnen zu wollen – von der Sektion Gender- und Queer Studies der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit Im Eckpunktepapier zu den Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD zum zukünftigen Regierungsprogramm im Land Hessen heißt es unter der zehnten und letzten Kapitelüberschrift „Freiheit und Generationengerechtigkeit“: „Wir bekennen uns zum Leitbild des mündigen Bürgers. Das bedeutet für uns: Anreize statt Verbote, Beteiligung statt Bevormundung und Entlastungen statt Belastungen. Gleichzeitig werden wir festschreiben, dass in staatlichen und öffentlich-rechtlichen Institutionen (wie Schulen, Universitäten, Rundfunk) auf das Gendern mit…

    Weiterlesen

    5–7 Minuten
  • Gewalt in der Qualifizierung Sozialer Arbeit – Ein Zwischenruf

    Gewalt in der Sozialen Arbeit — von Nikolaus Meyer. Gewalt wird in der Sozialen Arbeit intensiv in verschiedenen Konstellationen, Perspektiven und Schwerpunktsetzungen – wie ein unvollständiger Blick alleine in die jüngere Vergangenheit zeigt (Breuer & Winands 2023; Derr 2023; Jagusch 2023; Künkler & dos Santos 2023; Weidner & Kilb 2023; Henningsen & Sielert 2022; Wahren 2022) – direkt wie indirekt erforscht. Damit deutet sich ein Widerspruch zwischen dem Wissen über Gewalt sowie dem Alltag in der Sozialen Arbeit an. Immerhin nehmen in den vergangenen Monaten die Medienberichte über Gewalt durch Beschäftigte der Sozialen Arbeit gegenüber ihren Adressat*innen zu (hr 2023;…

    Weiterlesen

    6–10 Minuten
  • Forschung – Praxis – Promotion: Nach der Tagung ist vor der Tagung

    Von Marc David Ludwig und Vera Taube — In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben Fachkräfte der Sozialen Arbeit mit FH-Abschluss zunehmend Interesse gezeigt, zu forschen und zu promovieren. Dabei sind Möglichkeiten zur Promotion in der Sozialen Arbeit, trotz Anpassungen des Promotionsrechts in regionalen Kontexten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, nach wie vor eingeschränkt. Die Promotionsförderung zur Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Sozialen Arbeit ist demnach weiterhin wichtig. Einen aktuellen Blick auf Entwicklungen warf die gemeinsame Arbeitstagung in Würzburg. DGSA, OGSA, DVSG, DBSH, Promotionszentrum Hessen und das Promotionskolleg NRW führten diese als Kooperationsveranstaltung durch und hatten Wissenschaft und Praxis eingeladen.  Forschung…

    Weiterlesen

    ,
    6–9 Minuten
  • Promotion? Mit Kind!

    Von Rebecca Daniel, Steffi Heger und Elisabeth Sommer — Wer sind wir? Wir, die Autorinnen dieses Beitrags, sind vor knapp zwei Jahren einem Aufruf über den Mailverteiler der DGSA gefolgt, der ein digitales Vernetzungstreffen von promovierenden Eltern vorgeschlagen hat. Bei diesem Treffen wurde einerseits deutlich, dass viele von uns den Austausch mit Mitstreiter*innen suchen, andererseits wurde das Anliegen vorgebracht, an den Strukturen für promovierende Eltern zu arbeiten, also ferner disziplinäre Entwicklungen anzuregen. Zu diesem Zweck gründeten wir die IG-SESA, die Initiativgruppe ‘Stärkung promovierender Eltern in der Sozialen Arbeit’. Seither treffen wir uns im digitalen Raum, um relevante Literatur zu sammeln…

    Weiterlesen

    ,
    6–10 Minuten
  • Die Unterbringung von Geflüchteten – Gesellschaftliche Konflikte und extrem rechte Übernahmen.

    Gibt es Antworten aus der Sozialen Arbeit? — von Christine Krüger. In den letzten Monaten gab es zahlreiche Proteste gegen die Unterbringung geflüchteter Menschen, z.T. geprägt durch die offene Präsenz rechtsextremer Akteure und gewaltsame Ausschreitungen. Insbesondere Einwohner:innen kleiner, ländlicher Gemeinden und Kommunen gingen auf die Straße – in Bautzen/Sachsen (Oktober 2022), in Zapfendorf/Bayern (Januar-März 2023), in Riedberg/Hessen (März 2023), in Loitz/Mecklenburg-Vorpommern (Januar-Februar 2023) sowie in Upahl/Mecklenburg-Vorpommern (Januar-März 2023). Bei wieder steigenden Zahlen von Asylanträgen (vgl. BAMF 2023) und einer immer noch hohen Anzahl von Geflüchteten aus der Ukraine, kommen zahlreiche Gemeinden und Kommunen an die Grenzen der Kapazitäten in der…

    Weiterlesen

    3–5 Minuten
  • Der Master als Regelabschluss – Gedankenspiele zu einer Realutopie

    Von Dieter Röh — Haben Sie Lust auf ein Gedankenspiel in Form einer Zeitreise? Am Ende schauen wir in die Zukunft, aber jetzt stellen Sie sich bitte erst einmal vor, Sie lebten im Jahr 1969 – ja, das Jahr, dessen Sommer Bryan Adams besingt, und ja, das Jahr nach dem sagenumwobenen 1968. Sie befinden sich in Westdeutschland und wollen „was Soziales“ studieren. Alternativ können Sie sich auch vorstellen, dass Sie Sozialpädagogik bzw. Sozialarbeit lehren und jungen Menschen diesen Beruf („diese Berufung!“) nahebringen wollten. Beide haben davon gehört, dass eine Art Universität gegründet werden soll. Sie soll Fachhochschule heißen und es…

    Weiterlesen

    ,
    7–10 Minuten
  • ChatGPT in der Lehre der Sozialen Arbeit: Der Versuch einer Einordnung

    Von Michelle Mittmann und Adrian Roeske — Seit der Veröffentlichung von ChatGPT am 30. November 2022 wird zunehmend das Potenzial von Künstlicher Intelligenz (KI) deutlich. Auch im Bildungssystem dürften nun die letzten Zweifler:innen davon überzeugt sein, dass weitreichende Veränderungen im Zuge der Digitalisierung unmittelbar bevorstehen. Der Bot, der auf der Grundlage von Daten u.a. aus Social-Media-Anwendungen, Artikeln sowie Büchern (vgl. Bendel 2023) ausführliche Antworten auf unterschiedlich komplexe Fragen geben kann, führt derzeit dazu, dass sich zahlreiche Akteur:innen mit ChatGPT auseinandersetzen und Diskurse in der Bandbreite zwischen Utopien und Dystopien entsponnen werden. Bevor wir einsteigen – hier noch ein paar Informationen…

    Weiterlesen

    ,
    4–7 Minuten
  • „Back to the roots“ oder „Woher kommen die Gender und Queer Studies“?

    Von Margitta Kuhnert — Bisweilen vergessen wir, dass es die Frauenbewegungen der 1970er Jahre waren, die den Anstoß für Women Studies, für Frauen- und Geschlechterstudien gaben und ihre Themen in die Universitäten und Hochschulen trugen. 1984 wurden in Hessen erstmalig Sondermittel für Frauenlehre- und Frauenforschung an den Hochschulen verteilt. Damit verbunden war von Anbeginn der Kampf um Anerkennung und Etablierung feministischer Themen an Universitäten und Fachhochschulen. Den 6. #4Genderstudies Wissenschaftstag am 18.12.22 möchte ich zum Anlass nehmen, um einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Eine erste von mir als Lehrbeauftragte am FB Sozialpädagogik der FH Frankfurt in diesem Kontext…

    Weiterlesen

    7–10 Minuten
  • DGSA.podcast: Audioformat der DGSA geht an den Start.

    Von Adrian Roeske und Milena Konrad — Aufmerksame Leser*innen des Tagungsprogramms der Jahrestagung der DGSA dürften es bereits entdeckt haben: Im April 2022 startet die DGSA ein eigenes Audioformat, welches fortan unter dem Titel „DGSA.podcast“ auf den gängigen Streaming-Plattformen verfügbar sein wird. Die Hosts des Podcasts werden die DGSA-Mitglieder Milena Konrad und Adrian Roeske sein, welche von nun an regelmäßig Personen aus Wissenschaft und Forschung Sozialer Arbeit vor das Mikrofon holen werden. Gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Spatscheck aus dem Vorstand der DGSA bildet das Trio darüber hinaus die Podcast-Redaktion. Eines der Ziele des „DGSA.podcast“ ist es, die Wissenschaft und…

    Weiterlesen

    4–5 Minuten
  • Verqueerte Welt?

    Konversionsbehandlungen, LGBTQI*-Jugend, Hilfesystem – auf dem Weg zur Entpathologisierung einer Normalität — von Florian Moser. Als eines der wenigen Länder weltweit (u.a. Kanada, Israel, Frankreich) beschließt das neuseeländische Parlament im Februar 2022 ein gesetzliches Verbot von Konversionsbehandlungen. „Alle Menschen – einschließlich junge Menschen – verdienen Schutz, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder ihrem Geschlechtsausdruck“, so die Aussage des Justizministeriums. Was ist Konversionstherapie oder -behandlung? Sogenannte Behandlungsangebote oder Therapien zur „Heilung“, Beseitigung, Veränderung sowie Unterdrückung sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität oder des Geschlechtsausdrucks. Altbekannte Methoden dieser „Behandlungen“ sind Hypnose, Schläge, Elektroschocks, Vergewaltigungen, Medikamente und Gesprächstherapie. Skurrile und verstörende Praktiken, um den Makel…

    Weiterlesen

    5–8 Minuten

Wollen Sie Kontakt zur Redaktion von Blog.DGSA.de aufnehmen?