DGSA Blog
Willkommen auf dem Blog der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA).
Über die DGSA
Die Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) wurde im Jahre 1989 gegründet. Sie widmet sich der Förderung der Disziplin und Profession Sozialer Arbeit und entfaltet dafür eine Reihe von Aktivitäten in Forschung, Theorie und Lehre. Zur Webseite der DGSA.
Personen aus der DGSA sowie Gastautor*innen beschreiben, kommentieren, analysieren und erklären aktuelle Ereignisse aus der Perspektive der Sozialen Arbeit. Für den Inhalt sind die jeweiligen Autorinnen und Autoren verantwortlich.
Wir freuen uns über regen Austausch und Diskussionen!
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Ricarda Lang hat abgenommen – was geht’s Soziale Arbeit an?
Von Judith Pape und Lotte Rose — Ricarda Lang, ehemalige Parteivorsitzende der Grünen, hat als Dicke viele Jahre feindselige Häme im Netz erfahren, sich jedoch immer offensiv dagegen verwehrt, weil sie das Gefühl hatte, „das betrifft viele Frauen, aber niemand redet darüber. Dadurch denkt jede, ich bin selbst schuld, weil ich aussehe wie ich aussehe, deshalb kriege ich den ganzen Scheiß ab.“[1] Nun hat Ricarda Lang abgenommen – und hat immer noch keine Ruhe. Das Zeit-Magazin 4/2025 hat sie zu ihrer Körperveränderung interviewt. Zu lesen ist die persönliche Erzählung einer Umkehr zum Guten im Leben. Als sie erkannt habe, dass…
6–9 Minuten -

Menschenrechtswoche – Diskurse und Perspektiven!
Ein Kommentar zum Würzburger Weg — von Theresia Wintergerst, Oliver Bertsche und Ralph-Christian Amthor. Wer an Würzburg denkt, verbindet damit nicht selten einen Besuch in der Residenz, dem bekannten UNESCO-Weltkulturerbe, oder eine Besichtigung im Dom St. Kilian und der Festung Marienberg. Oftmals enden (oder beginnen) Besuche in Würzburg mit einem Glas Frankenwein auf der Alten Mainbrücke. Die Stadt ist als Hochschulstandort bei Studierenden beliebt, was nicht zuletzt an den vielen großen und kleineren Festen und Veranstaltungen liegt, beispielsweise dem „Umsonst & Draußen-Festival“, dem „Würzburger Hafensommer“, den vielen Weinfesten im Sommer bis hin zu zahlreichen kulturellen und sozialpolitischen Veranstaltungen über das…
4–6 Minuten -

Die Debatte(n) um geschlechtergerechte Sprache
Von Kerstin Balkow, Ioanna M. Menhard, Monique Ritter und Elke Schimpf — Die Sektion Gender und Queer Studies in der Sozialen Arbeit meldet sich auch in diesem Jahr 2024 anlässlich des Aktionstags #4GenderStudies am 18.12.2024 zu Wort. Mit dieser Initiative zeigen wir uns solidarisch mit Kolleg*innen aus der interdisziplinären Geschlechterforschung und machen die Bedeutung und Vielfalt geschlechterbezogener (Handlungs-)Perspektiven innerhalb der Disziplin und Profession Sozialer Arbeit sichtbar. Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir unsere Stellungnahme „Warum wir nicht auf das ‘Gendern mit Sonderzeichen’ verzichten werden!“ veröffentlicht. Darin brachten wir unsere Besorgnis über die öffentlichen Debatten einer Infragestellung der Nutzung…
4–5 Minuten -

Alles gesagt? Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.
Von Claudia Steckelberg — Eigentlich ist alles gesagt. Vor sechs Tagen hat das Bundeskriminalamt das Lagebild zu geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen veröffentlicht. In 2023 wurden 360 Mädchen und Frauen getötet, weil sie Mädchen und Frauen sind und die Statistik erfasste insgesamt 938 versuchte oder vollendete Tötungsdelikte gegen Mädchen und Frauen. Die Zahlen, die das BKA vorgelegt hat, sind erschütternd, dabei wird davon ausgegangen, dass das Dunkelfeld sehr groß ist, weil die Fälle, von denen die Polizei keine Kenntnis hat, nicht in der Statistik auftauchen (Lagebild zu Straftaten gegen Frauen und Mädchen 2023). Gleichzeitig zeigt die bundesweite Frauenhaus-Statistik, dass die etwa…
4–6 Minuten -

Corona-Pandemie – Aufarbeitung nicht verhindern! Folgen für junge Zugewanderte nicht vergessen!
Von Theresa Grüner, Bernhard Scholze und Prof. Dr. Nicole Pötter — Im März 2020 begannen die ersten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit Schulschließungen. Das ist nun viereinhalb Jahre her. Die letzten Corona-Schutzmaßnahmen liefen im April 2023 aus. Die seit dem Frühjahr von der Politik geführte Diskussion um eine Aufarbeitung der Corona-Pandemie zeigt, dass der Zeitpunkt für einen Blick zurück gekommen ist, bei dem vor allem Kinder und Jugendliche ins Zentrum gerückt werden müssen. Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und neu gewähltes Mitglied im Deutschen Ethikrat, Jutta Allmendinger, kritisiert in ihrem ZDF-Interview am 13. August, dass die sozialen…
5–8 Minuten -

Bedeutung der sozialen Komposition der Nachbarschaft für die Soziale Arbeit.
Von Dr. Hinrich Wildfang — Eine Betrachtung von Segregation und ein Ruf auf einen stärkeren Fokus auf die Strukturebene und die Analyse von möglichen Mechanismen. Die Soziale Arbeit ist eine Disziplin, die sich mit der Unterstützung und Verbesserung des Wohlergehens von Menschen und Gemeinschaften befasst und aktiv den Zusammenhalt der Gesellschaft befördern soll (IFSW 2014). Eine Schlüsselkomponente bei der Gestaltung effektiver Interventionsstrategien ist die Berücksichtigung von strukturellen Gegebenheiten, wie dies in vielerlei Form in Theorien und Konzepten der Sozialen Arbeit gefordert bzw. dargestellt wird (bspw. Grunwald et al. 2018; Böhnisch 2016). Das Individuum und die Gesellschaft sind hierbei als interdependent zu…
13–20 Minuten -

Ist Social Media kaputt? Warum in meinen Augen eine Reparatur Sinn macht.
Von Julia Kneuse — Letztens hörte ich einen Podcast mit dem durchaus polarisierenden Titel „Social Media ist tot“. Wenn man sich die Entwicklungen in der letzten Zeit anschaut, könnte man meinen, da ist was Wahres dran. Artikel zur Veränderung und dem Niedergang von Sozialen Medien gibt es zuhauf, zum Beispiel hier oder hier. Facebook ist längst keine Plattform mehr, über die man mit Freund*innen in Verbindung bleibt. Vielmehr erhält man über den Feed fast ausschließlich Infos und Werbung zu Produkten, man konsumiert „Content“. Inhalte auf Twitter sind seit die Plattform von Elon Musk gekauft und in X umbenannt wurde, kaum…
7–10 Minuten -

Hochschule gestern, heute und morgen: Der Geist weht, wo er will?!
Eine persönliche Einlassung — von Michael Domes. Jetzt doch auch einmal ein Beitrag von mir in diesem Format, in der Hoffnung, dass dieser Antworten aus der Community hervorruft – Antworten, die den Raum für weiteren Austausch öffnen, also eigentlich zu weiteren Fragen führen. Anlass ist der Beitrag von Matthias Weser in den aktuellen Widersprüchen Wissenschaft als eine reproduktive, kulturelle und politische Tätigkeit betreiben – Skizze einer De-Fragmentierung.[i] Dieser Beitrag hat bei mir etwas angerührt, beziehungsweise mich berührt, und das kommt bei Fachtexten leider nicht so häufig vor. Weser schließt seinen Beitrag mit einer Frage und zwar, „wie eine Wissenschaft institutionell…
7–10 Minuten -

Fast im Knast! Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit nötiger denn je.
Call for Cases für alle Arbeitsfelder veröffentlicht, das Bündnis Zeugnisverweigerungsrecht ruft zu Kontaktaufnahme auf — von Sarah Köhler. Oktober 2023, das Fußballmagazin Kicker titelt: „Fall der Sozialarbeiter hat Konsequenzen über den Fußball hinaus – Dammbruch in Karlsruhe: Wie drei Fanprojekt-Mitarbeiter fast im Gefängnis gelandet wären“ (zum Artikel auf Kicker.de). Und die Süddeutsche Zeitung schreibt: „Fan-Sozialarbeiter vor Gericht. Eine Frage des Vertrauens“ (zum Artikel auf Süddeutsche.de). Was war passiert? Fanprojekte sind eine besondere Form der Jugend(sozial)arbeit und arbeiten nach den §§ 11 und 13 SGB VIII. Kennzeichnend ist eine zielgruppenorientierte intensive Beziehungsarbeit mit den Fußball-Fanszenen, die auf Vertrauen beruht. Die Arbeit…
4–6 Minuten -

Warum wir nicht auf das ‚Gendern mit Sonderzeichen‘ verzichten werden!
Kommentar zur Ankündigung im Eckpunktepapier der Hessischen Koalition, den Verzicht auf Sonderzeichen in staatlichen und öffentlich-rechtlichen Institutionen verordnen zu wollen – von der Sektion Gender- und Queer Studies der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit Im Eckpunktepapier zu den Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD zum zukünftigen Regierungsprogramm im Land Hessen heißt es unter der zehnten und letzten Kapitelüberschrift „Freiheit und Generationengerechtigkeit“: „Wir bekennen uns zum Leitbild des mündigen Bürgers. Das bedeutet für uns: Anreize statt Verbote, Beteiligung statt Bevormundung und Entlastungen statt Belastungen. Gleichzeitig werden wir festschreiben, dass in staatlichen und öffentlich-rechtlichen Institutionen (wie Schulen, Universitäten, Rundfunk) auf das Gendern mit…
5–7 Minuten -

Gewalt in der Qualifizierung Sozialer Arbeit – Ein Zwischenruf
Gewalt in der Sozialen Arbeit — von Nikolaus Meyer. Gewalt wird in der Sozialen Arbeit intensiv in verschiedenen Konstellationen, Perspektiven und Schwerpunktsetzungen – wie ein unvollständiger Blick alleine in die jüngere Vergangenheit zeigt (Breuer & Winands 2023; Derr 2023; Jagusch 2023; Künkler & dos Santos 2023; Weidner & Kilb 2023; Henningsen & Sielert 2022; Wahren 2022) – direkt wie indirekt erforscht. Damit deutet sich ein Widerspruch zwischen dem Wissen über Gewalt sowie dem Alltag in der Sozialen Arbeit an. Immerhin nehmen in den vergangenen Monaten die Medienberichte über Gewalt durch Beschäftigte der Sozialen Arbeit gegenüber ihren Adressat*innen zu (hr 2023;…
6–10 Minuten -

Forschung – Praxis – Promotion: Nach der Tagung ist vor der Tagung
Von Marc David Ludwig und Vera Taube — In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben Fachkräfte der Sozialen Arbeit mit FH-Abschluss zunehmend Interesse gezeigt, zu forschen und zu promovieren. Dabei sind Möglichkeiten zur Promotion in der Sozialen Arbeit, trotz Anpassungen des Promotionsrechts in regionalen Kontexten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, nach wie vor eingeschränkt. Die Promotionsförderung zur Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Sozialen Arbeit ist demnach weiterhin wichtig. Einen aktuellen Blick auf Entwicklungen warf die gemeinsame Arbeitstagung in Würzburg. DGSA, OGSA, DVSG, DBSH, Promotionszentrum Hessen und das Promotionskolleg NRW führten diese als Kooperationsveranstaltung durch und hatten Wissenschaft und Praxis eingeladen. Forschung…
6–9 Minuten -

Promotion? Mit Kind!
Von Rebecca Daniel, Steffi Heger und Elisabeth Sommer — Wer sind wir? Wir, die Autorinnen dieses Beitrags, sind vor knapp zwei Jahren einem Aufruf über den Mailverteiler der DGSA gefolgt, der ein digitales Vernetzungstreffen von promovierenden Eltern vorgeschlagen hat. Bei diesem Treffen wurde einerseits deutlich, dass viele von uns den Austausch mit Mitstreiter*innen suchen, andererseits wurde das Anliegen vorgebracht, an den Strukturen für promovierende Eltern zu arbeiten, also ferner disziplinäre Entwicklungen anzuregen. Zu diesem Zweck gründeten wir die IG-SESA, die Initiativgruppe ‘Stärkung promovierender Eltern in der Sozialen Arbeit’. Seither treffen wir uns im digitalen Raum, um relevante Literatur zu sammeln…
6–10 Minuten -

Die Unterbringung von Geflüchteten – Gesellschaftliche Konflikte und extrem rechte Übernahmen.
Gibt es Antworten aus der Sozialen Arbeit? — von Christine Krüger. In den letzten Monaten gab es zahlreiche Proteste gegen die Unterbringung geflüchteter Menschen, z.T. geprägt durch die offene Präsenz rechtsextremer Akteure und gewaltsame Ausschreitungen. Insbesondere Einwohner:innen kleiner, ländlicher Gemeinden und Kommunen gingen auf die Straße – in Bautzen/Sachsen (Oktober 2022), in Zapfendorf/Bayern (Januar-März 2023), in Riedberg/Hessen (März 2023), in Loitz/Mecklenburg-Vorpommern (Januar-Februar 2023) sowie in Upahl/Mecklenburg-Vorpommern (Januar-März 2023). Bei wieder steigenden Zahlen von Asylanträgen (vgl. BAMF 2023) und einer immer noch hohen Anzahl von Geflüchteten aus der Ukraine, kommen zahlreiche Gemeinden und Kommunen an die Grenzen der Kapazitäten in der…
3–5 Minuten -

Der Master als Regelabschluss – Gedankenspiele zu einer Realutopie
Von Dieter Röh — Haben Sie Lust auf ein Gedankenspiel in Form einer Zeitreise? Am Ende schauen wir in die Zukunft, aber jetzt stellen Sie sich bitte erst einmal vor, Sie lebten im Jahr 1969 – ja, das Jahr, dessen Sommer Bryan Adams besingt, und ja, das Jahr nach dem sagenumwobenen 1968. Sie befinden sich in Westdeutschland und wollen „was Soziales“ studieren. Alternativ können Sie sich auch vorstellen, dass Sie Sozialpädagogik bzw. Sozialarbeit lehren und jungen Menschen diesen Beruf („diese Berufung!“) nahebringen wollten. Beide haben davon gehört, dass eine Art Universität gegründet werden soll. Sie soll Fachhochschule heißen und es…
7–10 Minuten
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