DGSA Blog

Willkommen auf dem Blog der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA).

Über die DGSA

Die Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) wurde im Jahre 1989 gegründet. Sie widmet sich der Förderung der Disziplin und Profession Sozialer Arbeit und entfaltet dafür eine Reihe von Aktivitäten in Forschung, Theorie und Lehre. Zur Webseite der DGSA.

Personen aus der DGSA sowie Gastautor*innen beschreiben, kommentieren, analysieren und erklären aktuelle Ereignisse aus der Perspektive der Sozialen Arbeit. Für den Inhalt sind die jeweiligen Autorinnen und Autoren verantwortlich.

Wir freuen uns über regen Austausch und Diskussionen!

  • Support Structures in Higher Education: Hochschulsozialarbeit als Ressource für akademisches Gelingen

    Vorstellung eines jungen Arbeitsfeldes in der Sozialen Arbeit im tertiären Bildungsbereich – von Cordula Borbe und Ines Jahne. Psychische Gesundheit von Studierenden Studierende stehen im Verlauf ihres Hochschulstudiums zunehmend komplexeren Herausforderungen gegenüber. Diese gehen meist über akademische Anforderungen weit hinaus, z.B. soziale, psychische oder finanzielle Problemlagen. Laut 22. Sozialerhebung im Jahr 2021 ist etwa jede:r sechste Studierende (16 Prozent) von mindestens einer Diagnose im Bereich psychischer Störung betroffen (vgl. Kroher et al. 2023, S. 42). Dieser Anteil lag 2016 noch bei elf Prozent (vgl. Middendorff et al. 2017, S. 12). Als häufige psychische Störungen unter Studierenden sind Depressionen und Angststörungen…

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    4–5 Minuten
  • Intersektionalität, Heteronormativitätskritik, Professionalität – Feministische Positionierungen in der Sozialen Arbeit

    Rückblick auf die erste Sektionstagung „Gender und Queer Studies in der Sozialen Arbeit“ an der EAH Jena Am 9. und 10. Mai 2025 fand an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena die erste Fachtagung der Sektion „Gender und Queer Studies in der Sozialen Arbeit“ der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) statt. Unter dem Titel „Intersektionalität, Heteronormativitätskritik, Professionalität – Feministische Positionierungen in der Sozialen Arbeit“ kamen über 100 Teilnehmende aus Wissenschaft, Praxis und Studium zusammen, um aktuelle Diskurse zu reflektieren und neue Impulse für eine politisch positionierte Soziale Arbeit zu setzen. In ihrer Begrüßung hoben Monique Ritter (Hochschule Landshut), Jan Wienforth (Hochschule München)…

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    2–3 Minuten
  • Deutscher Diversity-Tag 2025: Diversity-Orientierung als Fassadenarbeit oder mit Haltung?

    Neugegründete DGSA-Fachgruppe fokussiert Diversity- und Intersektionalitätsansätze in Theorie, Forschung und Praxis — von den Gründungspersonen der DGSA-Fachgruppe „Diversität und Intersektionalität“. Am 27. Mai 2025 findet der Deutsche Diversity-Tag zum 13. Mal statt – in diesem Jahr unter dem Motto „Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnt Deutschland“. Initiiert wurde der Aktionstag vom Verein Charta der Vielfalt, der sich als größte deutsche Initiative zur Förderung von Diversität in der Arbeitswelt versteht. Über 6.400 Unternehmen, Hochschulen und andere Institutionen haben die Charta bislang unterzeichnet und sich damit zur Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt verpflichtet. Gleichzeitig versteht sich die Initiative als Agenda-Setter für Diversity-Management in…

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    4–7 Minuten
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung im Studium der Sozialen Arbeit

    Reflexionen entlang einer experimentellen Segel-Exkursion — von Thomas Markert und Christine Krüger. Der Diskurs über die Verbindung von Nachhaltigkeit und Sozialer Arbeit ist lebendig und vielfältig, wie die Aktivitäten der DGSA-Fachgruppe Sozialökologische Transformation und Klimagerechtigkeit sowie mittlerweile zahlreiche einschlägige Publikationen eindrucksvoll zeigen. Darin findet sich umfangreich ein Plädoyer für eine Orientierung an starker Nachhaltigkeit. Gemeint ist damit, dass ökonomische, kulturelle und soziale Entwicklungen in der Gesellschaft grundsätzlich hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die natürlichen Ressourcen und das Klima zu prüfen sind. Ein diesbezüglicher Ressourcenverbrauch kann nicht mit den Effekten in den anderen Bereichen kompensiert werden. Erst kürzlich wies Johannes Verch darauf…

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    7–11 Minuten
  • Ricarda Lang hat abgenommen – was geht’s Soziale Arbeit an?

    Von Judith Pape und Lotte Rose — Ricarda Lang, ehemalige Parteivorsitzende der Grünen, hat als Dicke viele Jahre feindselige Häme im Netz erfahren, sich jedoch immer offensiv dagegen verwehrt, weil sie das Gefühl hatte, „das betrifft viele Frauen, aber niemand redet darüber. Dadurch denkt jede, ich bin selbst schuld, weil ich aussehe wie ich aussehe, deshalb kriege ich den ganzen Scheiß ab.“[1] Nun hat Ricarda Lang abgenommen – und hat immer noch keine Ruhe. Das Zeit-Magazin 4/2025 hat sie zu ihrer Körperveränderung interviewt. Zu lesen ist die persönliche Erzählung einer Umkehr zum Guten im Leben. Als sie erkannt habe, dass…

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    6–9 Minuten
  • Menschenrechtswoche – Diskurse und Perspektiven!

    Ein Kommentar zum Würzburger Weg — von Theresia Wintergerst, Oliver Bertsche und Ralph-Christian Amthor. Wer an Würzburg denkt, verbindet damit nicht selten einen Besuch in der Residenz, dem bekannten UNESCO-Weltkulturerbe, oder eine Besichtigung im Dom St. Kilian und der Festung Marienberg. Oftmals enden (oder beginnen) Besuche in Würzburg mit einem Glas Frankenwein auf der Alten Mainbrücke. Die Stadt ist als Hochschulstandort bei Studierenden beliebt, was nicht zuletzt an den vielen großen und kleineren Festen und Veranstaltungen liegt, beispielsweise dem „Umsonst & Draußen-Festival“, dem „Würzburger Hafensommer“, den vielen Weinfesten im Sommer bis hin zu zahlreichen kulturellen und sozialpolitischen Veranstaltungen über das…

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    4–6 Minuten
  • Die Debatte(n) um geschlechtergerechte Sprache

    Von Kerstin Balkow, Ioanna M. Menhard, Monique Ritter und Elke Schimpf — Die Sektion Gender und Queer Studies in der Sozialen Arbeit meldet sich auch in diesem Jahr 2024 anlässlich des Aktionstags #4GenderStudies am 18.12.2024 zu Wort. Mit dieser Initiative zeigen wir uns solidarisch mit Kolleg*innen aus der interdisziplinären Geschlechterforschung und machen die Bedeutung und Vielfalt geschlechterbezogener (Handlungs-)Perspektiven innerhalb der Disziplin und Profession Sozialer Arbeit sichtbar. Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir unsere Stellungnahme „Warum wir nicht auf das ‘Gendern mit Sonderzeichen’ verzichten werden!“  veröffentlicht. Darin brachten wir unsere Besorgnis über die öffentlichen Debatten einer Infragestellung der Nutzung…

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    4–5 Minuten
  • Alles gesagt? Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.

    Von Claudia Steckelberg — Eigentlich ist alles gesagt. Vor sechs Tagen hat das Bundeskriminalamt das Lagebild zu geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen veröffentlicht. In 2023 wurden 360 Mädchen und Frauen getötet, weil sie Mädchen und Frauen sind und die Statistik erfasste insgesamt 938 versuchte oder vollendete Tötungsdelikte gegen Mädchen und Frauen. Die Zahlen, die das BKA vorgelegt hat, sind erschütternd, dabei wird davon ausgegangen, dass das Dunkelfeld sehr groß ist, weil die Fälle, von denen die Polizei keine Kenntnis hat, nicht in der Statistik auftauchen (Lagebild zu Straftaten gegen Frauen und Mädchen 2023). Gleichzeitig zeigt die bundesweite Frauenhaus-Statistik, dass die etwa…

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    4–6 Minuten
  • Corona-Pandemie – Aufarbeitung nicht verhindern! Folgen für junge Zugewanderte nicht vergessen!

    Von Theresa Grüner, Bernhard Scholze und Prof. Dr. Nicole Pötter — Im März 2020 begannen die ersten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit Schulschließungen. Das ist nun viereinhalb Jahre her. Die letzten Corona-Schutzmaßnahmen liefen im April 2023 aus. Die seit dem Frühjahr von der Politik geführte Diskussion um eine Aufarbeitung der Corona-Pandemie zeigt, dass der Zeitpunkt für einen Blick zurück gekommen ist, bei dem vor allem Kinder und Jugendliche ins Zentrum gerückt werden müssen. Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und neu gewähltes Mitglied im Deutschen Ethikrat, Jutta Allmendinger, kritisiert in ihrem ZDF-Interview am 13. August, dass die sozialen…

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    5–8 Minuten
  • Bedeutung der sozialen Komposition der Nachbarschaft für die Soziale Arbeit.

    Von Dr. Hinrich Wildfang — Eine Betrachtung von Segregation und ein Ruf auf einen stärkeren Fokus auf die Strukturebene und die Analyse von möglichen Mechanismen. Die Soziale Arbeit ist eine Disziplin, die sich mit der Unterstützung und Verbesserung des Wohlergehens von Menschen und Gemeinschaften befasst und aktiv den Zusammenhalt der Gesellschaft befördern soll (IFSW 2014). Eine Schlüsselkomponente bei der Gestaltung effektiver Interventionsstrategien ist die Berücksichtigung von strukturellen Gegebenheiten, wie dies in vielerlei Form in Theorien und Konzepten der Sozialen Arbeit gefordert bzw. dargestellt wird (bspw. Grunwald et al. 2018; Böhnisch 2016). Das Individuum und die Gesellschaft sind hierbei als interdependent zu…

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    13–20 Minuten
  • Ist Social Media kaputt? Warum in meinen Augen eine Reparatur Sinn macht.

    Von Julia Kneuse — Letztens hörte ich einen Podcast mit dem durchaus polarisierenden Titel „Social Media ist tot“. Wenn man sich die Entwicklungen in der letzten Zeit anschaut, könnte man meinen, da ist was Wahres dran. Artikel zur Veränderung und dem Niedergang von Sozialen Medien gibt es zuhauf, zum Beispiel hier oder hier. Facebook ist längst keine Plattform mehr, über die man mit Freund*innen in Verbindung bleibt. Vielmehr erhält man über den Feed fast ausschließlich Infos und Werbung zu Produkten, man konsumiert „Content“. Inhalte auf Twitter sind seit die Plattform von Elon Musk gekauft und in X umbenannt wurde, kaum…

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    7–10 Minuten
  • Hochschule gestern, heute und morgen: Der Geist weht, wo er will?!

    Eine persönliche Einlassung — von Michael Domes. Jetzt doch auch einmal ein Beitrag von mir in diesem Format, in der Hoffnung, dass dieser Antworten aus der Community hervorruft – Antworten, die den Raum für weiteren Austausch öffnen, also eigentlich zu weiteren Fragen führen. Anlass ist der Beitrag von Matthias Weser in den aktuellen Widersprüchen Wissenschaft als eine reproduktive, kulturelle und politische Tätigkeit betreiben – Skizze einer De-Fragmentierung.[i] Dieser Beitrag hat bei mir etwas angerührt, beziehungsweise mich berührt, und das kommt bei Fachtexten leider nicht so häufig vor. Weser schließt seinen Beitrag mit einer Frage und zwar, „wie eine Wissenschaft institutionell…

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    7–10 Minuten
  • Fast im Knast! Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit nötiger denn je.

    Call for Cases für alle Arbeitsfelder veröffentlicht, das Bündnis Zeugnisverweigerungsrecht ruft zu Kontaktaufnahme auf — von Sarah Köhler. Oktober 2023, das Fußballmagazin Kicker titelt: „Fall der Sozialarbeiter hat Konsequenzen über den Fußball hinaus – Dammbruch in Karlsruhe: Wie drei Fanprojekt-Mitarbeiter fast im Gefängnis gelandet wären“ (zum Artikel auf Kicker.de). Und die Süddeutsche Zeitung schreibt: „Fan-Sozialarbeiter vor Gericht. Eine Frage des Vertrauens“ (zum Artikel auf Süddeutsche.de). Was war passiert? Fanprojekte sind eine besondere Form der Jugend(sozial)arbeit und arbeiten nach den §§ 11 und 13 SGB VIII. Kennzeichnend ist eine zielgruppenorientierte intensive Beziehungsarbeit mit den Fußball-Fanszenen, die auf Vertrauen beruht. Die Arbeit…

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    4–6 Minuten
  • Warum wir nicht auf das ‚Gendern mit Sonderzeichen‘ verzichten werden!

    Kommentar zur Ankündigung im Eckpunktepapier der Hessischen Koalition, den Verzicht auf Sonderzeichen in staatlichen und öffentlich-rechtlichen Institutionen verordnen zu wollen – von der Sektion Gender- und Queer Studies der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit Im Eckpunktepapier zu den Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD zum zukünftigen Regierungsprogramm im Land Hessen heißt es unter der zehnten und letzten Kapitelüberschrift „Freiheit und Generationengerechtigkeit“: „Wir bekennen uns zum Leitbild des mündigen Bürgers. Das bedeutet für uns: Anreize statt Verbote, Beteiligung statt Bevormundung und Entlastungen statt Belastungen. Gleichzeitig werden wir festschreiben, dass in staatlichen und öffentlich-rechtlichen Institutionen (wie Schulen, Universitäten, Rundfunk) auf das Gendern mit…

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    5–7 Minuten
  • Gewalt in der Qualifizierung Sozialer Arbeit – Ein Zwischenruf

    Gewalt in der Sozialen Arbeit — von Nikolaus Meyer. Gewalt wird in der Sozialen Arbeit intensiv in verschiedenen Konstellationen, Perspektiven und Schwerpunktsetzungen – wie ein unvollständiger Blick alleine in die jüngere Vergangenheit zeigt (Breuer & Winands 2023; Derr 2023; Jagusch 2023; Künkler & dos Santos 2023; Weidner & Kilb 2023; Henningsen & Sielert 2022; Wahren 2022) – direkt wie indirekt erforscht. Damit deutet sich ein Widerspruch zwischen dem Wissen über Gewalt sowie dem Alltag in der Sozialen Arbeit an. Immerhin nehmen in den vergangenen Monaten die Medienberichte über Gewalt durch Beschäftigte der Sozialen Arbeit gegenüber ihren Adressat*innen zu (hr 2023;…

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    6–10 Minuten

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