DGSA Blog

Willkommen auf dem Blog der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA).

Über die DGSA

Die Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) wurde im Jahre 1989 gegründet. Sie widmet sich der Förderung der Disziplin und Profession Sozialer Arbeit und entfaltet dafür eine Reihe von Aktivitäten in Forschung, Theorie und Lehre. Zur Webseite der DGSA.

Personen aus der DGSA sowie Gastautor*innen beschreiben, kommentieren, analysieren und erklären aktuelle Ereignisse aus der Perspektive der Sozialen Arbeit. Für den Inhalt sind die jeweiligen Autorinnen und Autoren verantwortlich.

Wir freuen uns über regen Austausch und Diskussionen!

  • Großputz! Care nach Corona neu gestalten – nicht ohne Profession und Disziplin Soziale Arbeit

    Was die Corona-Pandemie lehrt, ist in Sozialer Arbeit alltägliche Erfahrung: Menschsein bedeutet nicht nur der Wunsch nach Autonomie, Unabhängigkeit und Eigenständigkeit, sondern in allen Lebensphasen ist – in unterschiedlicher Ausprägung und differentem Umfang – Verletzlichkeit und Angewiesenheit bedeutsam (Thiessen 2011). Menschen können in ihrer gesamten Biografie ohne Care nicht (über-)leben. Sie sind zudem auf wertschätzende Beziehungen und soziale Netze angewiesen. Soziale Arbeit, die auf das Verhindern und die Bewältigung sozialer Probleme abzielt, befasst sich im Kern mit den „Gegebenheiten des gebrechlichen Lebens“ (Klinger 2014: 22) und stellt einen bedeutenden Anteil an professioneller Care-Arbeit neben Pflege und Erziehung. Sozialarbeitende sind Prekaritätsexpert*innen.…

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    8–12 Minuten
  • Überlegungen zum Aktionstag #4genderstudies am 18.12.2020

    Geschlechtertheoretische Perspektiven auf die Corona-Pandemie Gender Studies stehen scheinbar zur Disposition: Mit Begriffen wie „Gender-Gaga“ oder „Gender-Wahn“ tituliert, werden Ansätze der Geschlechterforschung diffamiert, neben der AfD will auch die CSU den Studien öffentliche Mittel streichen. In Ungarn wurde das Studienfach Gender Studies abgeschafft. Solche Forderungen bzw. Diffamierungen lassen unberücksichtigt, dass Theorien der Geschlechterforschung nicht nur einen zentralen Beitrag zu Gesellschaftsanalysen leisten, sondern dass deren Fehlen in gesellschaftlichen Analysen zu umfangreichen Blindstellen und Auslassungen führt. Die Entwicklung und Festsetzung der sogenannten Coronaschutzmaßnahmen erfolgte ohne Bezugnahme auf Geschlechtertheorien und ohne Bezugnahme auf die Expertise Sozialer Arbeit, die sich auf Geschlechtertheorien hätte berufen…

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    4–6 Minuten
  • Soziale Arbeit und die Systemrelevanz – Kritische Gedanken über ein fragwürdiges Etikett

    In Anbetracht der Coronavirus-Pandemie und der mit ihr einhergehenden gesellschaftlichen Herausforderungen ist die Soziale Arbeit derzeit an verschiedenen Stellen damit befasst, sich über ihr Selbstverständnis und ihre gegenwärtigen wie zukünftigen Aufgaben zu vergewissern. Teil dieses Reflexionsprozesses ist die vom DBSH initiierte Fachkräftekampagne „#dauerhaftsystemrelevant“. Ich möchte den kürzlich in diesem Blog erschienenen Beitrag über die Kampagne zum Anlass nehmen, einige kritische Fragen aufzuwerfen, die sich mir angesichts des Kampagnentitels gestellt haben. Denn der durch die Kampagne in den Anerkennungs- und Professionsdiskurs der Sozialen Arbeit eingebrachte Begriff der „Systemrelevanz“ macht es aus meiner Sicht einmal mehr nötig, über die Angemessenheit professionsfremder Begrifflichkeiten…

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    8–12 Minuten
  • #dauerhaftsystemrelevant – die Fachkräfte-Kampagne macht Soziale Arbeit in der Pandemie sichtbar

    Wird Soziale Arbeit während einer Pandemie benötigt? Ist es notwendig, dass soziale Einrichtungen während einer Pandemie geöffnet bleiben? Wie sollen Fachkräfte der Sozialen Arbeit mit ihren Klient*innen im Kontakt bleiben? Was passiert, wenn Fachkräfte Sozialer Arbeit sich und ihre Klient*innen nicht vor einer Virusansteckung schützen können, weil es keine Schutzkonzepte, Schutzmaßnahmen und Schutzausrüstung gibt? Und wie bleiben Fachkräfte der Sozialen Arbeit handlungsfähig, wenn die Kommunikation und der fachliche Austausch, zum Beispiel durch nicht mehr gestattete Teamsitzungen, stark reduziert wird? Im Zuge der Covid-19-Pandmie stellen sich viele fachliche Fragen für die Soziale Arbeit, die spezifischen Handlungsfelder und die Fachkräfte. Diese einleitenden…

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    6–9 Minuten
  • Steine aus dem Weg räumen – aber wie? Promovieren in der Sozialen Arbeit an HAW/FH

    „Steinige Wege zur Promotion“ – unter diesem Titel fand im November eine Arbeits-Vorkonferenz von Nachwuchswissenschaftler*innen im Rahmen des Fachbereichstags Soziale Arbeit statt. Trotz der vielfältigen Entwicklungen in einzelnen Bundesländern, die Graduierteninstitute, Promotionszentren und politische Bekenntnisse zur kooperativen Promotion hervorgebracht haben, sind die Steine auf dem Weg zur und durch die Promotion in der Sozialen Arbeit noch längst nicht aus dem Weg geräumt. Dabei ist die Promotion an HAW/FH in der Sozialen Arbeit inzwischen kein Nischenthema, das nur wenige Beharrliche voranbringen wollen. Im Gegenteil: Eine Vielfalt an Akteur*innen beschäftigt sich mit der Frage, wie Hürden abgebaut und gute Bedingungen geschaffen werden…

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    3–4 Minuten
  • Studieren unter Corona – Erfahrungen unmittelbarer Ortsveränderungen

    Die beginnenden Reaktionen auf die Corona-Pandemie während des Studiums der Sozialen Arbeit begleitete auf der Orientierungsveranstaltung zum Master-Studiengang an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg noch Gekicher und ironische Süffisanz. So wurde jedenfalls in der zweiten Märzwoche das Anliegen über die Anfertigung einer Teilnehmer:innen-Liste mit Blick auf mögliche Ansteckungsketten kommentiert. Dass schon zwei Wochen später die Hochschule geschlossen wurde und alle analogen Formen der Zusammenkunft abrupt in den digitalen Raum wandern mussten, lag zu diesem Zeitpunkt zwar schon irgendwo in der Luft, konnte aber erst mit dem Hereinbrechen dieser Realität begriffen werden. Letzterer Prozess hält wohl immer noch an.…

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    5–7 Minuten
  • Wohnungslosigkeit im Vergrößerungsglas der Krise

    „Wo Händewaschen unmöglich ist“ – unter dieser Überschrift veröffentlichte Gangway e.V. (Berlin) im August dieses Jahres eine Pressemitteilung, die auf die besonders prekäre und lebensbedrohliche Situation von Menschen ohne Wohnung während der Pandemie verweist. Wohnungslosigkeit bedeutet für die Betroffenen nicht nur, dass sie ungeschützt vor Witterung ihren Alltag im öffentlichen Raum bestreiten müssen, was eine besondere gesundheitliche Belastung darstellt. Ohne eigenen Wohnraum zurechtkommen zu müssen, heißt zudem, keinen Rückzugsort und Schutz vor Gewalt zu haben, keinen Ort zur Essenszubereitung, zur Aufbewahrung von Kleidung, Medikamenten und anderen wichtigen persönlichen Sachen oder für die Hygiene zu haben – mit einer Reihe von…

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    4–6 Minuten
  • Aktivierungs- und weitere Methoden in der digitalen Seminargestaltung: Wie die aktuelle Situation dazu einlädt, Neues auszuprobieren

    Nicht nur an Universitäten, sondern im ganzen Land gehen die Vorbereitungen auf ein weiteres digitales Semester gerade in die Zielgerade. Viele Bereiche Sozialer Arbeit stehen nach wie vor vor der Herausforderung, hybrid oder digital Menschen zu erreichen, zu begleiten und zu schulen. Zeit, inne zu halten und das bisher Erlebte zu reflektieren, ist im Alltag mit all den neuen Anforderungen und Herausforderungen oft knapp bemessen – obwohl alltägliche Erlebnisse aufzeigen, wie wichtig die Reflexion dessen, was medial zuweilen als kollektives Schockerlebnis oder gar Trauma bezeichnet wird, insbesondere für die Soziale Arbeit ist. Die Corona-Krise wird weiterhin nicht einschätzbare Folgen auf…

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    5–7 Minuten
  • Ganztagsschule und Schulsozialarbeit – Auf dem Weg zu einer „neuen Normalität“?

    Ganztagsschule vor Corona Es ist etwa fünf Monate her, die Idee einer Corona-Pandemie war noch lange nicht in unseren Köpfen, als ich gemeinsam mit Kommiliton*innen im Rahmen eines Master-Seminars eine Streitschrift mit folgenden Forderungen formuliert habe: „Als Sozialarbeiter*innen und als Master-Studierende der Sozialen Arbeit fordern wir: Wir stellten diese Forderungen mit dem Wissen, dass es die Soziale Arbeit ist, die über wissenschaftlich fundierte und langjährig bewährte Konzepte und Methoden verfügt, um soziales Lernen und Gemeinschaftsfähigkeit von Jugendlichen zu stärken. Die Kompetenz der Sozialen Arbeit ist es, den Menschen in seiner Umwelt, „the-person-in-environment“, in den Blick zu nehmen. Soziale Arbeit weiß…

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    4–6 Minuten
  • Jugendliche brauchen Freiräume!

    Wie Perspektiven junger Menschen in Corona-Zeiten aus dem öffentlichen Blick entschwinden… – eine essayistische Betrachtung „Jugendliche brauchen Freiräume“ – dieser Appell ist nicht neu, bekommt in Corona-Zeiten aber eine neue Dimension. Den 12- bis -18-Jährigen stehen gerade keinerlei gesellschaftliche Frei- oder Sozialräume zur Verfügung, die es ihnen ermöglichen würden, ihrem jugendlichen Leben nachzugehen. In dieser Altersphase ist es enorm wichtig, sich von der Welt der Eltern, der Lehrer*innen, der Erwachsenen abzusetzen, sich mit Peers zu treffen und gemeinsam Neues auszuprobieren. Wie soll das gehen, wenn für sie sämtliche Räume und Orte außerhalb der zudem sehr unterschiedlich aussehenden häuslichen Umgebung seit…

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    8–12 Minuten
  • Corona-Partys von Jugendlichen. Kritische (Zwischendurch-)Gedanken zum Generationsverhältnis in Zeiten der Pandemie

    Am 21.3.2020 titelt „merkur.de“ in dramatischem Duktus: „Gefährlicher Jugendtrend Corona-Partys: Söder schockiert – Polizei in Bayern greift durch“. Im nachfolgenden Artikel wird vermeldet: „Die Polizei hat in Nürnberg und Schwabach zwei sogenannte Corona-Partys beendet. Rund 100 junge Menschen hatten sich am Montagabend (16. März) in einem Nürnberger Stadtpark zum Feiern getroffen. Dabei hatte die Gruppe auch eine mit Generatoren betriebene Musik- und Lichtanlage, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. […] In Schwabach trafen sich 50 Jugendliche in einem Skater-Park und feierten den Angaben nach ebenfalls lautstark mit einer mitgebrachten Musikanlage. Offenbar hatten sich die jungen Leute über soziale Medien zu…

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    10–15 Minuten
  • Besser gestern als heute: Digitale Kompetenzen in der (Lehre der) Sozialen Arbeit während der Corona-Krise

    Bettina Radeiski und Michelle Mittmann blicken auf digitale Herausforderungen zu Zeiten der Corona-Krise, wie sie im Netz diskutiert und an Hochschulen umgesetzt werden. Die Ausbreitung des Coronavirus/COVID-19 schränkt uns ein und verpflichtet uns zur räumlichen Distanz. Dass vor etwa einer Woche bundesweit Hochschulen geschlossen wurden, ist unter Berücksichtigung der rasanten Verbreitung des Virus nur logisch und zu begrüßen gewesen. Diese Entscheidung bringt nun allerdings Herausforderungen mit sich, die von Einzelnen nur mit größten Anstrengungen zu bewältigen sind. Schließlich stehen SozialarbeiterInnen und Lehrende gerade vor der Herausforderung, „mal eben so“ auf digitale Formate umzusteigen, häufig, ohne auf Erfahrungen zurückgreifen zu können. In…

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    3–5 Minuten
  • Fachgruppe Alter: „Was machen die eigentlich?“

    Es wird uns wohl niemand widersprechen: Die Lebenslagen im Alter sowie Herausforderungen und Potenziale des Alter(n)s gewinnen seit einigen Jahren auch fachspezifisch für die Soziale Arbeit in verschiedenen Handlungskontexten an Bedeutung. Was lag da näher als die Gründung einer Fachgruppe zu eben diesem Gegenstand in der DGSA? Nichts! Also hat sich im Rahmen der Jahrestagung der DGSA 2019 in Stuttgart die Fachgruppe „Soziale Arbeit in Kontexten des Alter(n)s” gegründet. Der Titel vereint dabei zwei Perspektiven: Zum einen die Beschäftigung mit einer spezifischen Zielgruppe der Angebote der Sozialen Arbeit – nämlich ältere und alte Menschen – und zum anderen die Auseinandersetzung…

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    4–5 Minuten
  • Was ist die Wissenschaft Soziale Arbeit und seit wann gibt es sie?

    Die Überschrift bildende Frage ist so simpel gestellt und doch kompliziert zu beantworten. Denn mindestens drei verschiedene Ebenen können herangezogen werden, wenn man diese Frage beantworten will. Eine wissenschaftstheoretische Antwort, eine strukturell-institutionelle Antwort sowie eine (wissenschafts)-politische Antwort. Und schnell merkt man, dass es nicht zwangsweise reicht, wenn eine zufriedenstellende Antwort auf nur einer Ebene gegeben wird. Also sortieren wir ein wenig. Die wissenschaftstheoretische Antwort Die wissenschaftstheoretisch fundierte Antwort auf die Frage, seit wann es die Wissenschaft Soziale Arbeit gibt, lautet: seit rund 100 Jahren und damit seit Beginn der institutionalisierten professionellen Ausbildung. Die Argumentation ist hier relativ einfach. Jede Wissenschaft…

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    4–6 Minuten
  • Und dazwischen – die Lücke: Bedeutung von Genderwissen in der Sozialen Arbeit

    Wir sind auf dem Weg ins Feld, zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen des Fachbereichs Soziale Arbeit einer Hochschule für angewandte Wissenschaften. Wir wollen Kooperationspartnerinnen bei der Kreisverwaltung im ländlichen Raum interviewen. Es geht um die Frage: Wie kann die Öffentlichkeitsarbeit im Landkreis verbessert werden, um eine Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema Gewalt in Paarbeziehungen älterer Frauen und Männer (60+) zu erreichen? Dort angekommen, haben wir noch etwas Zeit bis das Interview beginnt und stehen im Vorraum vor drei Regalen mit Flyern und Broschüren, von denen wir uns einige mitnehmen. Erst als wir ein paar Schritte zurücktreten, fällt uns auf: Das Regal links…

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    5–8 Minuten

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