DGSA Blog

Willkommen auf dem Blog der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA).

Über die DGSA

Die Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) wurde im Jahre 1989 gegründet. Sie widmet sich der Förderung der Disziplin und Profession Sozialer Arbeit und entfaltet dafür eine Reihe von Aktivitäten in Forschung, Theorie und Lehre. Zur Webseite der DGSA.

Personen aus der DGSA sowie Gastautor*innen beschreiben, kommentieren, analysieren und erklären aktuelle Ereignisse aus der Perspektive der Sozialen Arbeit. Für den Inhalt sind die jeweiligen Autorinnen und Autoren verantwortlich.

Wir freuen uns über regen Austausch und Diskussionen!

  • Eine Jahrestagung – drei Premieren

    Die diesjährige Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin am 28. und 29. April 2017 war wohl in vielerlei Hinsicht besonders. Beginnend mit den Keynotes von Prof. Dr. Jim Ife und Prof. Dr. Nivedita Prasad über die insgesamt 40 Panels bis hin zum Gespräch zwischen Prof. Dr. Sabine Stövesand mit Prof. Dr. Silvia Staub-Bernasconi bot das Programm den Tagungsteilnehmer_innen verschiedenartige Zugänge zum Thema Menschenrechte und setzte unterschiedliche Akzente, die nun weiter gedacht und diskutiert werden können. Darüber hinaus zeichnete sich die diesjährige Tagung durch drei Premieren aus, die ich in diesem Tagungsbericht hervorheben möchte. Premiere 1:…

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    2–3 Minuten
  • Bundesteilhabegesetz und Reform der Eingliederungshilfe – menschenrechtliche Implikationen und zukünftige Aufgaben für die Soziale Arbeit

    Die Menschenrechte gelten für alle Menschen. Ist das, wie Jeremy Bentham (1748-1832) angesichts der französischen Menschenrechtsdeklaration schimpfte, nichts weiter als „Brüllen auf Papier“? Wissen wir doch zu gut, dass die Menschenrechte zu keiner Zeit, an keinem Ort der Welt vollständig gewahrt werden und damit die Würde der von Menschrechtsverletzungen betroffenen Menschen stets nicht geachtet wird. Deshalb könnte man sich auch fragen, warum es neben der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte noch weitere Spezialkonventionen geben muss, etwa die für Geflüchtete (1951), für Frauen (1979), für Kinder (1989) oder für Menschen mit Beeinträchtigungen. Insbesondere für vulnerable Gruppen – für Kinder, Frauen und für…

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    5–7 Minuten
  • Für eine fachlich begründete unabhängige Arbeit im Bereich Asylsozialberatung in Bayern

    Am 6.3.2017 hat das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration den von ihr geförderten Einrichtungen der Sozialen Arbeit im Bereich der Asylsozialarbeit ein Schreiben gesendet, in dem diese aufgefordert werden, Flüchtlinge bei den Beratungen nicht auf Möglichkeiten hinzuweisen, wie sie sich gegen mögliche Abschiebungen juristisch zur Wehr setzen können. Diese Aufforderung war zwar begründet mit dem Verweis auf das Gesetz über außergerichtliche Rechtsdienstleistungen, enthielt aber die unverhohlene Drohung, dass die Einrichtungen der Asylsozialberatung die finanzielle Förderung verlieren, wenn sie weiterhin in dieser Art und Weise beraten würden. Ausführlich werden in dem Schreiben die Fördergrundsätze (https://www.verkuendung-bayern.de/files/allmbl/2016/05/allmbl-2016-05.pdf, ab S.…

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    1–2 Minuten
  • Über das Dilemma mit den Menschenrechten

    Das aktuelle Weltgeschehen stimmt mich traurig und missmutig. Wenn ich Radio höre oder die Tagesschau sehe, wahrnehme, wie überall auf der Welt Menschenrechte missachtet werden, die Ungerechtigkeit regiert, fühle ich mich aufgefordert und hilflos zugleich. Mir scheint es, als stecke ich fest in einer Art Absurdität, wie sie Albert Camus in „Der Mythos des Sisyphos“ von 1942 beschreibt. Ich erkenne ein Dilemma im Zusammenhang mit den Menschenrechten. Es ist hochgradig sinnwidrig, dass 193 Staaten dieser Welt die Menschenrechtscharta unterzeichneten, nun aber ein Land wie die USA mit dem angestrebten Einreisestopp für Muslime gegen den so wichtigen Artikel 2 zum Verbot…

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    3–4 Minuten
  • Michaela Köttig: Promotionsrecht für HAW in Hessen – und was kommt dann?

    Seit vielen Jahren kämpfen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in ganz Deutschland für das eigenständige Promotionsrecht. Neben kooperativen Promotionsformen zwischen HAW und Universitäten, bei denen der bzw. die universitäre Kolleg_in formal das Erstgutachten übernimmt und die Universität auch den Doktorgrad verleiht, haben einige Landesregierungen die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen um HAW die Verleihung von Doktorgraden zu ermöglichen und in Hessen wurde bundesweit erstmalig im Oktober letzten Jahres dem Promotionszentrum ‚Sozialwissenschaften mit den Schwerpunkten Globalisierung, Europäische Integration und Interkulturalität’ der HAW Fulda das Recht zugesprochen eigenständig Doktorgrade zu verleihen. Später dann einem weiteren Verbundzentrum der Hochschulen Rhein-Main, Frankfurt und Fulda. Das Promotionsrecht…

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    4–7 Minuten
  • Sozialarbeit im Kontext von Migration und Flucht

    Sozialarbeitende leisten im Kontext von Migration und Flucht sehr viel und sehr wertvolle Arbeit. Sie können aber auch – wie in allen anderen Feldern – paternalistisch und rassistisch handeln und tragen damit (nicht intendiert) zur Infantilisierung der Adressat_innen und/oder zur Verletzung ihrer Menschenrechte bei. Gerade im Kontext Sozialer Arbeit mit Geflüchteten – wo sehr wenig effektive Schutzmechanismen für Adressat_innen fest verankert sind – entsteht der Eindruck, dass dies eine Erfahrung ist, die häufig gemacht wird. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion in Chemnitz am 13.12.2016 äußerten Vertreterinnen von Jugendliche ohne Grenzen (http://jogspace.net/) und Asylum Seekers Movement (https://www.facebook.com/AsylumSeekersMovement/) eine Skepsis gegenüber Sozialarbeitenden auf…

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    1–2 Minuten
  • Anrims Hoffnungen und die traurige Realität in Deutschland – Unbegleitete, minderjährige Geflüchtete und ihr Bedarf an psychosozialer Unterstützung

    Die 16jährige Anrim trägt die Hoffnung ihrer Familie in sich. Nachdem die kriegerischen Auseinandersetzungen in ihrem Heimatland lebensbedrohliche Ausmaße angenommen hatten, wurde das Mädchen von den Eltern mit einer kleinen Gruppe weiterer Minderjähriger auf die Reise geschickt. Diese Reise von ihrem 3000 km entfernten Zuhause nach Deutschland wird Anrim nie vergessen. Sie musste vieles aushalten: beschwerliche Wege, die Gefahr der Zurückweisung, Ausnutzung und Gewalt. Nach einer Vergewaltigung wünschte sie sich, sie hätte sich niemals auf diese Reise gemacht. Zuhause aber, das weiß sie, hoffen alle darauf, dass sie in Europa ihren Platz findet, eine Perspektive bekommt und die Familie zuhause…

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    2–3 Minuten
  • Die Letzten werden die Ersten sein.

    Die Automatisierung von Berufen aufgrund des Siegeszugs einer immer tiefgreifenderen Digitalisierung ist in aller Munde und ist der neue Megatrend in der Arbeitswelt. Einige vergleichen diese Entwicklung mit ihren Auswirkungen schon mit den Folgen der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Und zweifellos ist diese Diskussion wirklich voll entbrannt: da geht es um selbstfahrende Autos, Taxis und Züge, die den individuellen und kollektiven Nah- und Fernverkehr revolutionieren und ganz nebenbei die Fahrer_innen überflüssig machen. Da geht es um Drohnen, die Pakete und Post zustellen und die Logistikbranche umkrempeln und da geht es um kontaktloses Bezahlen ohne Kassierer_innen im Supermarkt oder am Besten…

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    1–2 Minuten
  • Sozialarbeiter*innen – gefragt wie noch nie, schlecht bezahlt wie bisher?

    Aus der Süddeutschen Zeitung kommen positive Nachrichten: Für den April 2016 meldet die Bundesagentur 120 offene Stellen pro hundert arbeitslose Sozialarbeiter*innen. Real vermutet Oliver Koppel, Arbeitsmarktexperte vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sogar ein Verhältnis von bis zu 500 zu hundert. Längst nicht alle offenen Stellen werden bei der Arbeitsagentur gemeldet und über andere Wege besetzt. Auch die Zeit bestätigte vor kurzem diese Nachrichten. Die Berufsgruppe der Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen wurde dort als die auf dem Arbeitsmarkt für das Jahr 2015 gefragteste Berufsgruppe beschrieben. Bereits 2015 stiegen die offenen Stellen pro 100 Arbeitslose von 45 auf 114 an. Im…

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    1–2 Minuten
  • DGSA startet Blog!

    Um in einer Mediengesellschaft auch mit Inhalten wahrgenommen zu werden, die über die eigene Zielgruppe der Profession und Disziplin Sozialer Arbeit hinaus auch für eine breitere Bevölkerungsgruppe relevant sind, brauchen Wissenschaftler_innen eine gesunde Mischung aus medienwirksamem Pragmatismus, der bestimmte Inhalte zu vermitteln hilft, und der nötigen wissenschaftlichen Qualität, damit das vom Publikum Gehörte auch differenziert genug ist und dem aktuellen Stand der Fachdiskussion entspricht.

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    1–2 Minuten

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